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Thrustmaster T300RS GT vs. T248: Welches Lenkrad ist der wahre Budget-König?

Riemenklassiker gegen modernen Hybrid: Wir vergleichen das Thrustmaster T300RS GT mit dem T248 für PC, PS5 und Xbox.

Max29. Juni 2026
Thrustmaster T300RS GT vs. T248: Welches Lenkrad ist der wahre Budget-König?

Thrustmaster T300RS GT vs. T248: Welches Lenkrad ist der wahre Budget-König?

TL;DR: Das Thrustmaster T300RS GT bleibt dank seines geschmeidigen Doppelriemen-Antriebs und des wechselbaren Lenkrads die bessere Basis. Das neuere Thrustmaster T248 punktet dagegen mit den deutlich besseren T3PM-Pedalen direkt im Karton.

Wer ein solides Simracing-Setup unter 400 Euro sucht, stolpert unweigerlich über Thrustmaster. Hier stehen sich zwei Konzepte gegenüber: Der altgediente Riemen-König T300RS GT und der neuere Hybrid-Herausforderer T248.

Obwohl das T300 bereits seit vielen Jahren auf dem Markt ist, genießt es in der Community Kultstatus. Das T248 hingegen versucht mit moderner Optik, einem integrierten Telemetriedisplay und Magnetsensoren zu punkten. Welches Paket ist unterm Strich die klügere Investition?


Force Feedback: Riemen-Geschmeidigkeit vs. Zahnrad-Biss

Der größte technische Unterschied liegt im Antriebsmechanismus der beiden Wheelbases.

Thrustmaster T300RS GT (Doppelriemen-Antrieb)

Das T300 nutzt zwei Riemen, um die Kraft des Motors auf deine Hände zu übertragen.

  • Fahrgefühl: Extrem geschmeidig. Es gibt fast kein spürbares "Zahnrad-Gefühl" beim Lenken. Wenn das Auto ausbricht, fühlt sich die Kraftübertragung fließend und natürlich an.
  • Der Insider-Tipp gegen Fading: Der Motor neigt bei langen Fahrten und hohen Force-Feedback-Einstellungen zu Überhitzung, woraufhin die Elektronik die Kraft drosselt (sogenanntes Fading). Abhilfe schafft der manuelle Lüftermodus: Drücke am Lenkrad gleichzeitig Mode und die Option/Start-Taste, bis die LED zweimal blinkt. Der Lüfter läuft nun permanent auf 100% und verhindert den Kraftverlust.

Thrustmaster T248 (Hybrid-Antrieb)

Das T248 kombiniert einen Riemen mit Zahnrädern.

  • Fahrgefühl: Die Kraftübertragung ist etwas direkter und mit rund 3,5 Nm minimal stärker als das T300 auf dem Papier. Allerdings fühlt sich das Lenken spürbar rauer an. In schnellen Kurven spürt man die Zahnräder leicht in den Fingern arbeiten. Es wirkt weniger wie ein echtes Auto und mehr wie ein Spielzeug.

Das Lenkrad selbst: Flexibilität gegen Plastik-Haptik

Ein entscheidender Faktor bei der Kaufentscheidung ist das Thrustmaster-Ökosystem.

Das T300RS GT verfügt über den klassischen Thrustmaster Quick Release. Du kannst die Schraube lösen und das runde Originallenkrad gegen F1-Repliken (wie das SF1000 Wheel Add-on) oder Alcantara-Kränze austauschen. Das verlängert die Lebensdauer deines Setups enorm, da du es modular erweitern kannst.

Beim T248 ist das Lenkrad fest verbaut. Du bist dauerhaft an das mitgelieferte Wheel gebunden. Die Griffe sind zwar mit Kunstleder bezogen, doch die Speichen und Knöpfe bestehen aus einfachem, harten Kunststoff. Ein echtes Ärgernis sind die magnetischen Schaltwippen: Sie lösen zwar präzise aus, erzeugen aber ein so lautes, metallisches Klickgeräusch, dass sich Mitbewohner oder Nachbarn schnell gestört fühlen dürften.


Die Pedale: Der deutliche Punkt für das T248

Beim Thema Pedale wendet sich das Blatt komplett.

  • T3PA-GT (beim T300RS GT): Die Pedale nutzen klassische Potentiometer. Diese verschmutzen mit der Zeit, was zu ungenauen Signalen beim Bremsen oder Gasgeben führen kann. Das Bremspedal ist schwammig und besitzt nur einen simplen Gummipuffer für etwas mehr Widerstand.
  • T3PM (beim T248): Hier zeigt Thrustmaster, wie es richtig geht. Die T3PM Pedale arbeiten komplett magnetisch. Kein Verschleiß, kein Signalflackern. Zudem lässt sich die Bremse über eine stramme Feder in der Härte variieren, was ein weitaus definierteres Bremsgefühl ermöglicht.

Fazit: Welches Lenkrad gewinnt den Vergleich?

Meine Empfehlung hängt davon ab, was du in der Zukunft planst:

  • Greif zum T300RS GT, wenn du tiefer ins Simracing einsteigen möchtest. Der geschmeidige Riemenantrieb ist dem Hybrid-System haushoch überlegen, und die Möglichkeit, später andere Lenkräder zu montieren, macht es zukunftssicher. Die schwachen Pedale kannst du später durch eine Loadcell wie die Thrustmaster T-LCM ersetzen.
  • Greif zum T248, wenn du einfach ein solides Komplettpaket aus dem Karton haben willst und absolut keine Upgrades planst. Für Gelegenheitsfahrer auf der Couch sind die T3PM-Pedale ein echter Gewinn, sofern dich die lauten Schaltwippen nicht stören.

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Über den Autor

Max

Max ist seit über 9 Jahren in der Sim-Racing-Szene aktiv. Als Spezialist für Langstreckenrennen und Hardware-Modding hat er tausende Stunden in iRacing und Assetto Corsa verbracht. Sein Fokus liegt auf technischer Präzision und dem perfekten Force-Feedback-Setup.

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